Eigentlich wollte ich heute nach der Sommerpause einen Blogbeitrag zu ganz anderen Themen schreiben.
Aber gestern durfte ich einem ganz besonderen Konzert beiwohnen.
Ja, ich war beim “20 Jahre Ostbahn XI” Konzert auf der Kaiserwiese im Prater. Und bin noch immer ganz ergriffen.
Die Karten hatte ich nämlich eher aus nostalgischen Gründen und aus Neugier besorgt: Wie würde das, was ich als 17-Jähriger so toll gefunden hatte, 20 Jahre später funktionieren?
Und schon nach wenigen Augenblicken war klar, dass das, was ich da im strömenden Regen unter 10.000 anderen mitverfolgte, eine ganz eigenartige, eigentümliche, ja ganz eigene Qualität hatte – und hat.
Denn plötzlich habe ich mich nicht nur an die Texte des Günter Brödl wiedererinnert, sie haben für mich immer noch, und mit 20 Jahren Lebenserfahrung mehr, eine noch viel größere Relevanz. Die Interpretationen des Willi Resetarits und seiner Bandkollegen verleihen dem ganzen dann eine Tiefe, die ihresgleichen sucht. Und vielleicht werde ich rührselig, aber diese Sprache, diese Begriffe, diese Geschichten greifen mich an, be-rühren mich, verorten mich dort, wo ich herkomme.
Und das ist wohl auch eine Nuance von Soul.
Heute abend noch einmal, wer die Chance hat: Restkarten kaufen, hingehen, oder hinter dem Zaun genauso viel hören und fast genau so viel sehen.














