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Ostbahn Kurti ist InnerCitySoul

28/08/2011

Eigentlich wollte ich heute nach der Sommerpause einen Blogbeitrag zu ganz anderen Themen schreiben.
Aber gestern durfte ich einem ganz besonderen Konzert beiwohnen.
Ja, ich war beim “20 Jahre Ostbahn XI” Konzert auf der Kaiserwiese im Prater. Und bin noch immer ganz ergriffen.

Die Karten hatte ich nämlich eher aus nostalgischen Gründen und aus Neugier besorgt: Wie würde das, was ich als 17-Jähriger so toll gefunden hatte, 20 Jahre später funktionieren?

Und schon nach wenigen Augenblicken war klar, dass das, was ich da im strömenden Regen unter 10.000 anderen mitverfolgte, eine ganz eigenartige, eigentümliche, ja ganz eigene Qualität hatte – und hat.

Denn plötzlich habe ich mich nicht nur an die Texte des Günter Brödl wiedererinnert, sie haben für mich immer noch, und mit 20 Jahren Lebenserfahrung mehr, eine noch viel größere Relevanz. Die Interpretationen des Willi Resetarits und seiner Bandkollegen verleihen dem ganzen dann eine Tiefe, die ihresgleichen sucht. Und vielleicht werde ich rührselig, aber diese Sprache, diese Begriffe, diese Geschichten greifen mich an, be-rühren mich, verorten mich dort, wo ich herkomme.

Und das ist wohl auch eine Nuance von Soul.

Heute abend noch einmal, wer die Chance hat: Restkarten kaufen, hingehen, oder hinter dem Zaun genauso viel hören und fast genau so viel sehen.

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Mobisi?

05/07/2011

Wenn der katholische Glaube nicht so inhärent aufdringlich wäre und wenn es jemand wie Jesus wirklich gegeben hat und wenn heutzutage jemand den Jesus-Auftrag wirklich ernst nehmen würde – dann müsste sie/er so arbeiten wie Erobique.

Dieser Mann strahlt so viel Freude aus, gibt soviel Freude, zaubert ein Lächeln und auch schallendes Gelächter in Gesichter und Herzen, kurtzum: er tut richtig gut.

Und er spielt sein Soul-Piano so begnadet, wie man es nur in einer Mischung aus House-Adorantentum, Kenntnis der Klassiker aus dem Northern und Modern-Bereich sowie absoluter Liebe zum Detail hinbekommt.

Und auch wenn er dann vorübergehend angefressen abzieht, weil sich ca. 10 Personen versammelt haben, um ihm in der Brunswick Bowlinghalle im Prater zu lauschen, so hindert ihn dies nicht, eine Stunde später die mittlerweile doch ca. 100 Jünger (Bravo, Wien, Du unseligste aller Partystädte!) in Verzückung geraten zu lassen.

Danke, Herr Erobique, es war sehr schön!

Easy Mobisi!

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Dies ist kein Blogpost zu Sergio Mendes’ Konzert in der Spittelau

05/07/2011

Trotz aller Verdienste. Sehr sehr routiniert. Zu routiniert. Zwischen Müllverbrennungsanlagen. Manchmal hart am Kirtagszelt. 2 Euro Eintritt sind auch keine Lösung. Na ja.

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Original coolness vs halblustiges Clowntum

04/07/2011

In den letzten Wochen ist mir zwei Mal innerhalb kurzer Zeiträume vor Augen geführt worden, was einen gefestigten plattenauflegenden Menschen von einem, nun ja, eher nicht so superen DJ unterscheidet.

Fall 1: Baltic Soul Weekender, Samstag nachmittags
Der Baltic Soul Weekender wurde hier ausreichend glorifiziert, weil er nun mal glorios ist. Eine kleine noch unerzählte Begebenheit ist mir aber vor kurzem (dazu unten mehr) wieder eingefallen. Der Samstagnachmittag ist traditionellerweise eines der Highlights eines Weekenders, alle krabbeln unter den Decken hervor, hören schöne Lieder vom Dancefloor, bewegen sich dorthin, nehmen ein erstes Getränk und es gibt keinen besseren Ort in diesem Moment. Tanzen, Lachen, Freude.
Wenn jemand dieses Gefühl versteht, dann weiss er was zu tun ist: Scheuklappen runter, alle befriedigen. Eddie Piller kann das. Und das eher obwohl und nicht weil er einer der superheiligen Altmods ist, denen nie ein dogmatisch bedenklicher kleidungs- oder sonstwie styletechnischer Fauxpas (…) passieren würde. Dieser Eddie Piller also, normalerweise auch gerne mit Schalkrawatte (…) anzutreffen, spielt also am Samstagnachmmitag gegen 17 Uhr “Saturday Night” von Oliver Cheatham. Wann hat diese Platte besser gepasst als dann und dort? Ich weiss es nicht, ich weine, wenn ich zurückdenke. Er hat das Gefühl, die Stimmung aber sowas von getroffen, dass ich mich noch heute wundere.
Wundern musste ich mich auch nur eine Stunde zuvor, als Fanta 4s Smudo an den Plattentellern war. So lala das Set, aber dann lässt er die Sau raus: “Do Ya Think I’m Sexy” von Rod Stewart. Aaaaargh. Geht nicht, sorry. Zurück in die Clownschule.

Fall 2: Bar Italia x-Jahresfest, vor zwei Wochen
Zwei DJs, obiges gilt fast 1:1: Fritz Da Groove macht bei der dort versammelten Publikumsschar (…) so viel richtig wie möglich, spielt schöne Housetunes und “Best Of My Love” von The Emotions.
Sein Kollege hingegen spielt eine gepimpte Houseversion von – na was?
“Do Ya Think I’m Sexy” von Rod Stewart. Aaaaargh. Geht nicht, sorry. Zurück in die Clownschule.

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Nina: Magical

30/05/2011

Srpski:

English:

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Respect is due: Jörg Recordshack’s Soul Imperium

23/05/2011

Ist uns allen eigentlich bewusst, dass wir einen der besten Specialty Record Stores Europas hier mitten in Wien haben? Was Jörg Recordshack da in den letzten Jahren aufgebaut hat, sucht seinesgleichen und ist wohl auch mit nichts zu vergleichen, was es hierzulande gibt. Tausende neue und gebrauchte Singles, Maxis, LPs, Vertrieb an Saturn und seit einiger Zeit laufende Importe von unglaublichen Mengen an Vinyl.
Das bleibt natürlich auch international nicht unbemerkt und so kommen laufend Digger aus aller Welt (tatsächlich!) in die Reinprechtsdorfer Strasse, um sich ihre Goodies zu suchen und zu erstehen.

Ja, klar, Jörgs geradezu missionarischer Eifer und wohl auch sein gehöriges kaufmännisches Geschick sind manchmal fast etwas viel ;) , aber bei ihm steckt halt tatsächlich sein ganzes Herz in der Sache. Das spürt man auch bei jedem Besuch. Und dass der Shop in der Reinprechtsdorfer Strasse jetzt auch noch vergrössert wurde, macht die Sache zwar noch besser, aber nicht gerade geldbörsenschonender…

Seinen geschätzt durchschnittlich-72-Stunden-Tag rundet er dann noch mit nationalen und internationalen DJ Sets ab und veranstaltet so nebenbei dann auch noch den “Sound of Soul”-Club, derzeit in der Roten Bar. Und lädt dann DJ-Kapazunder wie Guy Hennigan ein, und, und, und…

Guy Hennigan:

Ein Soul Tausendsassa also, dem jede Menge Respekt gebührt. Keep it up!

In full effect:

RECORDSHACK
shop.distribution.mailorder.deejay.events
Reinprechtsdorfer Straße 60
1050 Wien/Austria
hours of business:
mo – fr 12-19:00, sat 12-17:00
tel ++43/1/5457757
fax ++43/1/5449587

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DIG THIS: Jonathan Jeremiah: Happiness

27/04/2011

Best ever, in allen Mixen:

Beachtet die mikroskopische Verschärfung ab ca. Minute 2:50 beim folgenden:

Und hier fällt der Puls auf 30 bpm, man beachte das Burt Bacharach-Blech:

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Jazzie B and me…

26/04/2011

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Teil 2: Baltic Soul Weekender #5, Samstag 16.4.2011. Der Nachbericht.

20/04/2011

Nach dem wunderbaren Freitag, was konnte da noch passieren?

Einiges.

Aufstehen um die Mittagszeit, Kaffee holen, ein Butterfischbrötchen essen, am Strand spazieren…und dann hört man bereits wieder das Wummern der Bässe, das Jubilieren der Bläsersätze, Strings, Soul.

Das hier ist übrigens das große Zelt:

Einen Merchandisestand gibt es auch, mit T-Shirts, Vinyl und allerhand netten Goodies.

Kann man übrigens hier auch online bestellen.

Und dann passiert etwas einzigartiges, wie bei jedem Soul Weekender. Es wird getanzt, am hellichten Tag, als gäb’s kein Morgen. Alle grinsen übers ganze Gesicht, haben Spass, erleben die Musik, die Bewegung so intensiv wie selten. Und führen G.r.u.p.p.e.n.t.ä.n.z.e. auf…


Alle wollen, dass dies ewig so weiter geht und die DJs sind da gerne dabei. Bob Jones legt gemeinsam mit DJ Friction auf, Smudo mit Steve Hobbs, Jazzie B mit Dan D. und Eddie Piller mit Lloyd Attrill. Anything better????

Irgendwann muss es aber doch eine Pause vor dem Abendprogramm geben, sonst hält das ja keiner durch… Das Abendessen wird ausgedehnt, daher versäumen wir leider Marc Evans, zum Glück filmen Greti und Pleti aber eh alles mit:

Nach Marc Evans spielen Ann Sexton, Gwen McCrae und Roy Ayers. Da werden wir fast ein wenig überheblich, die hat man ja schon öfters gesehen…und ausserdem müssen wir zum Auftritt von Joe Bataan. Roy Ayers’ Elektro-Vibraphon hat übrigens – wie immer – am Beginn nicht funktioniert :)



Nach dem einzigen überflüssigen Act – Kaye-Ree – tritt dann Joe Bataan auf. Er fordert von seiner Band alles, weil er alles geben will. Ein Best-of-Set bringt den Raum zum Kochen.

Nach Bataans Gig merken wir doch, dass wir nun auch schon eine Zeit auf den Beinen sind, trotzdem wandern wir noch einmal durch die diversen Floors und landen dann schliesslich bei Jazzie Bs Set. Die Soul II Soul-Legende macht auch die müdesten Beine munter und so halten wir noch ein wenig durch.

Ab ins Bett.

Am Sonntag Zimmer räumen, auschecken, Zug, Flug.

Die Seele ist aber immer noch am Weissenhäuser Strand. Bis zum BSW #6!

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Soul Travelling: Baltic Soul Weekender #5, Freitag 15.4.2011. Der Nachbericht.

19/04/2011

Seit Monaten Vorfreude. Buchen. Updates beim Künstler-Lineup. Entgegenfiebern. Fast schon Manie.

Dann endlich war Freitag, 15.4.2011. Mit meiner Liebsten im Flieger nach Hamburg und nach kurzem Zwischenstopp per Zug nach Oldenburg/Holstein. Dort werden wir vom ShuttleSerrvice erwartet und eines der besten Musikfestivals der Welt hat uns wieder!

Der Checkin ist bestens organisiert, die Zimmer eine echt angenehme Überraschung, vor allem wenn man britische Weekender-Unterkünfte kennt… Futter einkaufen und dann ab zum “Friday Evening Warm Up”. Innerhalb der ersten Stunde sind bereits gut 200 Leute am Dancefloor, Steve Hobbs, Mick Farrer u.a. lassen bereits hier Herzen aufgehen. Erste Getränke werden eingenommen, es ist wie ein Familientreffen, auch wenn man niemanden kennt.

Hier herrscht bei allen Unterschieden Einigkeit, Herzlichkeit und Freude. Was für eine Wohltat!

Inbetriebnahme des Soundsystems durch Lloyd Attrill und Eddie Piller:

Freitag abend…

Die größte Herausforderung besteht nun darin, sich für einen der fünf Floors zu entscheiden. Wir schauen uns das feine Main-Zelt an, dann ein Rundgang vom Modern&NuSoul Floor zum Soulful House&Disco Floor bis zum Northern/ Rare Floor. Alles super, alles zu gut um nur eine Sekunde zu versäumen…jetzt nur nicht hysterisch werden….

Wir sehen das Ende des Gigs von Cassandra Steen, den Auftritt von Gloria Scott, das Ende des euphorischen Auftritts der Trammps inkl. Disco Inferno. Und nein, die älteren Herren sind nicht seltsam oder komisch, es ist einfach schön, Ihnen und dem Baltic Soul Orchestra zuzuhören.

Und dann steht ER plötzlich vor mir: Keni Burke. Fassungslosigkeit. Ich schaffe es, ein Foto mit dem freundlichsten Menschen der Welt zu bekommen. Keni hat zuvor ein kurzes Überraschungsset gespielt, einfach so, weil er bei seinem Auftritt 2010 viele Freunde und Respekt gefunden hat und gerne wieder dabeisein wollte. Ja, sowas gibts noch.

Dann ein unerwartetes Highlight: Xantoné Blacq. Noch nie live gesehen, Ex-Bandleader von Amy Winehouse, aber das kann ja gut oder schlecht sein. Der Mann hat jedenfalls klasse und mit dem Schlagzeuger und dem Bassisten entfacht er ein Feuerwerk der Extraklasse. Beobachten!

Danach Eli Paperboy Reed, dessen Stil ich ja nicht so mag, aber die Show war beeindruckend. Diesen Herrschaften sieht man das intensive Touren in jeder Minute auf der Bühne an. Supertight.

Die erste Nacht klingt dann auf den diversen Floors aus, alle sind glücklich.

Und beim Heimgehen noch ein Foto: Dr. Bob Jones. Eine Legende. Und ich.

Fortsetzung folgt.

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